Eingeschneit auf den Lofoten – Teil 2

Bootssteg

Bootssteg

Weiter geht es genau da wo es im 1. Teil des Reiseberichts aufgehört hat, nur am nächsten Morgen. Wir sind also wieder an diesen Caravan Campingplatz gefahren in der Hoffnung auf ein Sonnenaufgang. Die Kameras positioniert gab es mal wieder nur Wolken, die aus nördlicher Richtung mit Schnee im Gepäck zu uns zogen. Das obige Bild ist trotzdem sehr ansehnlich gewunden, Licht ist vielleicht doch nicht alles, oder liegt es an der langen Belichtung?

Nun ja, vom Rest des Tages sind keine weiteren Bilder entstanden, es wird wohl den ganzen Tag geschneit haben.   Dafür ging es am am 31. März dann durch bis zum 1. April. Daheim haben wir uns in Google-Earth ein paar Nadeln gesetzt, von Orten, die wir ansteuern wollten. Eine davon war bei mir die Bucht beim Ort Maerevoll. Dort fanden wir eine für mich traumhafte Bergkulisse vor. Das Bild zeigt praktisch den Blick auf die Nordostküste der Lofoteninseln.

Maersvollspollen

Maersvollspollen

Als wir dort so standen rauste vom gegenüberliegenden Berg plötzlich eine Lawine den Steilhang hinunter. Ich hatte zum Glück die Kamera noch in der Hand und konnte mit dem Teleobjektiv das ganze in einigen Bildern festhalten.

Lawine

Lawine

Weiter ging es dann durch einen Tunnel eine Bucht weiter nördlich nach Unstad – offensichtlich ein Mekka für Surfer!

Surfer

Surfer

Die Surfer hatten sogar einen professionellen Kameramann dabei und im Dorf gab es eine Unterkunft, wo an der Hauswand die Skier neben den Surfbrettern getrocknet wurden – ein echt merkwürdiger Anblick. Der einsetzende Schneefall trieb uns schließlich weiter in eine andere Bucht, wo wie bereits die ersten Tage waren nach Uttakleiv. Diesmal war zeigt sich dort zumindest für ein paar Minuten die Sonne, es gab aber auch einen Hagelschauer den wir am Ufer über uns niederprasseln ließen.  Hier mal nur ein “Übersichtsbild” welches dort am Rastplatz entstanden ist.

Uttakeiv

Uttakeiv

Für die Nacht sagte uns der Wetterbericht klare sicht auf die Sterne hervor und so fuhren wir an einen flachen Strand nach Flackstad. Dort gab es für jeden ein Keks (man hier gibt es leckere Blaubeerkekse ;-)  ), dann gab es als Ostergeschenk mein erstes Polarlicht am Himmel.

Polarlicht der erste Versuch

Polarlicht der erste Versuch

Oben mein wirklich aller erstes Bild, des Himmelphänomens. Kurz darauf wurde es stärker wie man auf folgendem Bild unschwer erkennen kann.

Polares Lichtspiel

Polares Lichtspiel

Die Stärke von Polarlicht wird auf einen Skala von 0 bis 10 eingeteilt, wir hatten es dort nur mit Stärke 2 zu tun. Die Intensität ließ dann auch wieder nach – wir verbrachten trotzdessen noch einige Stunden am Strand in der Hoffnung auf einen weitere stärkere Sichtung. Aber nichts da. Allgemein muss man sagen das man, zumindest bei dieser Stärke das Polarlicht nicht so intensiv wahrnimmt wie auf den Bildern, es ist deutlich blasser – aber es tanzt über das Firmament wie Wind in einem Bühnenvorhang.

Da unsere Unterkunft gut 2 Stunden fahrt entfernt war und es sowieso schon mitten in der Nacht war, harrten wir etwa 2 Stunden im Auto aus und versuchten unser Glück noch einmal am eingangs bereits erwähnten Campingplatz zum Sonnenaufgang.

traumhafte Lofoten

traumhafte Lofoten

Alle guten dinge sind bekanntlich drei und so zeigte sich diesmal tatsächlich die Sonne und beschien die Berggipfel. Diesen etwas höheren Standpunkt musste ich mir hart, in etwa 10 Minuten aufstieg und Schnee zusammennstampfen erkämpfen. Hat sich aber eindeutig gelohnt – mit dem für mich charakteristischstem Landschaftsbild, mit Bergen, Wasser und diesen roten Häusern gepaart auf einem Bild mit bester Lichtstimmung.  Den rest des Tages haben wir dann Kräfte gesammelt für den nächsten Tag, dazu aber die Tage mehr.

Eingeschneit auf den Lofoten – Teil 1

Im vergangen Juni führte ein Kommentar im Dslr-Forum dazu, das ich durch 3 aus Fotoworkshops bekannte Fotografen angeschrieben wurde (Mathias U., Andre K., Christian G.) , das sie doch gerne mitwollen – auf nach Norwegen auf die Inselgruppe der Lofoten und Vesteralen.  Mit dem 4. Mitreisenden, Martin hatte ich die Tage zuvor schon über einen möglichen Trip auf die Lofoten geliebäugelt und somit war die Truppe vollständig.

Eiszapfen an unserem Ferienhaus

Eiszapfen an unserem Ferienhaus

Nachdem wir uns im Spätsommer alle in Erfurt gegenseitig kennenlernten sprang auch keiner mehr ab und die Vorfreude wuchs, erst von Monat zu Montag schließlich von Tag zu Tag. Bis es am 27. März  soweit war, mein bisher längster Fototrip über 2,5 Wochen und der erste Besuch in Skandinavien sollten beginnen. Die Anreise mit Auto, Zug und Flugzeug bis nach Oslo klappte wunderbar. Dort wurde Martin und ich von den 3 Anderen schon wartend in Empfang genommen. Die Sonne schien in der Flughalle auf unser Haupt, das man fast an Sommer denken konnte. Wir aber waren Dick bepackt. Merino Socken, Winterstiefel, Fleecejacken, Parkas, Daunenjacke, Sturmhauben und Handschuhe füllten unser Gepäck auf. Wir hatten wohl alle etwas Übergewicht bei unserem Gepäck aber die Fluglinien waren gnädig mit uns.

Der Weiterflug von Oslo zum Flughafen Evenes beinhaltete meine bisher spektakulärste Lichtshow während eines Fluges. Den am Landeort war die Sonne am Untergehen und schien zwischen den Wolken vereinzelt die Berge und Fjorde an – eine echt gute Begrüßung. Mit der Landung setzte dann der Schneefall ein. Unseren Mietwagen, der mit laufendem Motor offen auf dem Parkplatz stand stopften wir mit unserem Gepäck voll und auf ging es zwei Stunden durch den Schnee zu unserem Ferienhaus, in die Häuseransammlung Higrav.

Das Haus stand ebenfalls offen, der Vermieter war selber seit ein paar Tagen im Urlaub – offensichtlich gibt es hier keine Langfinger. Wir haben nur kurz das Gepäck aus dem Auto ins Haus gestellt und sind weiter nach Svolvaer um noch etwas einzukaufen. Zu unserem Glück war dort gegen halb 11 Abend auch noch ein Landen auf. Am darauffolgenden Gründonnerstag ist in Norwegen Feiertag gewesen und wir ohne großartige Lebensmittel auch für den Freitag echt aufgeschmissen gewesen.  Unsere erste Shoppingtour hat uns über 1000 Norwegische Kronen gekostet. Der Wechselkurs liegt etwa bei 1 zu 7,4 zum Euro.  Das doppelte oder dreifache von dem was man für das Essen in Deutschland gezahlt hätte.

Zurück im Haus machten wir neben Bett bauen und einen Happen essen nicht mehr viel, der Tag war auch schon vorbei.

Am darauffolgenden Tag hieß es also Inseln erkunden! Die Berge und Fjorde zu bestaunen und sich über das Wetter und die ganzen Schneemassen erstmals zu ärgern ;-)

Wellenbrecher bei Uttakleiv

Wellenbrecher bei Uttakleiv

Unser erster Ausflug führte uns an den Strand von Uttakleiv, ein sehr oft fotografierter Strand, da er sehr abwechslungsreich ist und je nach Tidenstand ein anderes Aussehen  zeigt. Beim Einparken noch komplett von der Sonne beschienen, zogen Wolken vom Ozean aufs Land. Die Wellen taten ihr übriges und so konnten wir die stürmende See recht gut einfangen.

Dünengebilde bei Eggum

Dünengebilde bei Eggum

Weiter ging zum kleinen Ort Eggum. Hier kannte ich  von Bilder bisher nur das kleine Leuchtfeuer (winzige Leuchttürme die an der ganzen Küste zuhauf verteilt sind) vor tropisch blauen Wasser. Bei uns war leider nix mit Tropenstimmung der Schnee hatte den Strand leider komplett zugeschneit. So richtete ich die Kamera halt auf ein paar andere Motive, wie die gegenüberliegende Bergkette, oder unsere Spuren im Schnee.

Schneespuren

Schneespuren

Die Sonne haben wir an diesem Tag nicht mehr gesehen, sie hat uns am Folgetag gegen Mittag aber wieder aus dem Haus gelockt. Wir erkunden einige Buchten und Strände bis wir schließlich auf dem Weg nach Henningsvaer einfach an der Straße anhalten und hinüber zur anderen Insel ein paar sonnige Bilder zu machen.

Blick auf Vestvagoy

Blick auf Vestvagoy

Wolken und Bergfront

Wolken und Bergfront

Schließlich machten wir uns auf in den Ort Henningsvær. Dieser liegt auf kleineren Inseln direkt vor der großen Hauptinsel Austvågøy und ist über zwei Brücken erreichbar.  Dort hatte ich meinen ersten Kontakt mit dem allseits bekanntem Trockenfisch – ein wahrhaft schrecklicher Duft!

Da hindurch?

Da hindurch?

Sonnengetrocknet

Sonnengetrocknet

Im Hafen bauten wir unsere Stative auf, schnallten die Kamera drauf und hatten gerade mal zeit für ein Bild in dem die Berge noch von der Sonne angeleuchtet wurden.  Wir erkundeten dann noch etwas die Insel, ehe wir uns vor einer mächtig dunklen Wolkenfront mit starkem Schneeschauer im Gepäck wieder ins Auto begaben.

Fotografenflucht

Fotografen auf der Flucht

Auf dem Heimweg brach der Himmel nochmal kurz auf und wir fanden eine kleine Bucht mit Camping- bzw. Caravanplatz den wir insgesamt 3 Mal besuchten. Ich hab dort bei Ebbe folgendes grandioses Motiv vom 942 Meter hohen Vågakallen gefunden.

Sandvika Fjord

Sandvika Fjord

Der erste Eindruck von der Inselgruppe: grandiose Landschaft, sehr abwechslungsreiches Wetter und die wohl schlimmsten winterlichen Straßenverhältnisse die man sich vorstellen kann – zum Glück mit Spikes an den Reifen Meisterbar. Im Zweiten Teil geht es nächste Woche genau an dieser Foto-Location weiter.

Vom Tag zur Nacht

Zur blauen Stunde und danach hab ich die vergangenen Wochen ein paar vorzeigbare Bilder geschossen. Ziel war es eigentlich meine neue Kamera auch Nachts besser bedienen zu können, wenn man die einzelnen Knöpfe nicht mehr bzw. nur noch mit Taschenlampe erkennt. Dabei merkt man wunderbar das etwas andere Bedienkonzept zwischen der 500D und der 6D.

blaue Stunde in Quittelsdorf

Abends in Quittelsdorf

Diese erste Bild habe ich so, bzw. so ähnlich schon sehr lange im Kopf. Bei jeder Vorbeifahrt ist es mir wieder in den Sinn gekommen. Weiter geht es zur Leuchtenburg, wo ich bei meinem 3. Besuch erneut Pech hatte mit dem Wetter, zum 3. Mal Schleierwolken und kein Sonnenuntergang. Die Bauarbeiten auf der Burg sind leider immer noch im vollen Gange und der Kran stört neben dem unpassenden Neubau das Bild. Und weil das noch nicht genug war, warteten wir 3 (Martin, Freddy und Ich)  auch vergebens auf die Burgbeleuchtung.

Leuchtenburg ohne Leuchten

Leuchtenburg ohne Leuchten

Das Bild passt zwar, doch bis zum eigentlichen gewollten Bildergebnis werde ich wohl bis zum nächsten Winter warten müssen.  Und hier recht hübsch der kleine Ort neben der Leuchtenburg und ein paar Weinstöke im Vordergrund, fast wie am Rhein ;-)

Winter im Weinberg

Winter im Weinberg

Zu guter Letzt  lächelte mich auf der Heimfahrt ein örtlicher Supermarkt noch an. Leider ist der Mond, der genau über der Eintrittshalle Stand durch die Schleierwolken arg verwaschen.

Nachtruhe im Shoppingtempel

Nachtruhe im Shoppingtempel

Winter im Thüringer Wald

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Bevor am 28. Januar tropische Luftmassen bei uns eindrangen hab ich die letzte (?) Gelegenheit genutzt um ein paar wirklich eisige Winterbilder im Thüringer Wald einzufangen. Die Nacht zuvor ist das Thermometer unter -10°C gefallen und führte zusammen mit Nebel oder tiefhängenden Wolken zu schönen Eisbildungen an den Ästen und Zweigen der Bäume.

kleine Hütte am Waldrand

kleine Hütte

Auch als ich gegen 10 Uhr an der Bergstation der Oberweisbacher Bergbahn ankam zeigte mir das Thermometer im Auto eine -9! Dick eingepackt machte ich mich bergab an die Strecke der Bergbahn, die auch gleich ihre Fahrt ins Tal aufnahm.

Oberweisbacher Bergbahn

Oberweisbacher Bergbahn – Bahn 1

Die Bahn fährt alle halbe Stunde. Dabei startet von oben und von der Talstation je ein Wagen, der sich in der Mitte der strecke kreuzen. Für mich Gelegenheit  nach einem Bild der abfahrenden Bahn einen neuen Standort für die Bergfahrt zu suchen und den zweiten Wagen aufs Bild zu nehmen.

Oberweisbacher Bergbahn Wagen 2

Oberweisbacher Bergbahn Wagen 2

Wagen kurz vor der Bergstation

Wagen kurz vor der Bergstation

Entlang der Strecke war ich im 10-20cm hohen Schnee der erste, einzig ein paar Tierspuren kreuzten meinen Weg durch den Wald.
Nach etwa 1 1/2 Stunden der Ruhe im Wald neben der Eisenbahnstrecke – in denen es nur anfangs an den Fingern etwas kalt war rief mich das Mittagessen zurück in wärmere Gefilde.

Abendstimmung über dem Thüringer Wald

Abendstimmung über dem Thüringer Wald

Am Abend bin ich dann nochmal auf den Bergkamm zwischen Rinne- und Schwarzatal in der Hoffnung auf etwas Lichtstimmung zum Sonnenuntergang. Den seit einer gefühlten Ewigkeit hatte sich an diesem Tag die Sonne mal wieder in ihrer ganzen Pracht gezeigt. Mein Karma versagt mal wieder, den zum Sonnenuntergang schieben sich erst Schleierwolken, schließlich richtige Wolken vor die Sonne. Ein paar Farben gab es trotzdem am Himmel und für den Rest reichte der zauberhaft vereiste Winterwald.

Eisiger Hochstand

Eisiger Hochstand

Winterbilder…

… ohne Sonne. Vergangenes Wochenende ist durch eine Neuerwerbung meine Lust zum Fotografieren wieder gekehrt. Es entstanden die ersten Bilder 2013, direkt im Wald hinter meinem Zuhause. Dabei bin ich auf einen interessanten Felsen gestoßen.

Unterschlupf

Unterschlupf

Durchs Holz

durchs Holz

 

Winterwald

Winterwald

Am Tag darauf ging es kurz zur Werre, ins Schwarzatal. Der Bach führte viel Wasser und lud mit etwas Eis zu einer kurzen Fotosaison ein.

Werre Wasserstufen

Werre Wasserstufen

Eisfall

Eisfall

eisiger Bach

eisiger Bach

Die Sonne hat sich die letzten 14 Tage leider nicht gezeigt, oder ich war zu der Zeit noch auf Arbeit unterwegs. Morgen verspricht der Wettergott einige Sonnenstunden die ich voll auskosten will – egal ob ich Bereitschaft habe oder nicht. Den übermorgen steht ein Besuch beim Dia-Festival in Bad Blankenburg an und nächste Woche ist es schon wieder vorbei mit Schnee und Winter – der Wetterdienst sagt Temperaturen von bis zu 10° C voraus.