Kurztrip Dresden

Dresden Zwinger

Zwinger Dresden

Die sächsische Landeshauptstadt war das Ziel eines kurzen Städtetrips von Ralf und mir am vergangen langen Wochenende. Angesagt war Sonnenschein und 30 Grad Celsius, bekommen haben wir so 27 und einen, bis zum Sonnenuntergang  trostlosen bewölkten Himmel.  Also keine typischen Postkartenfotos, was solls. Los ging es um 10 Uhr in Saalfeld, in Dresden waren wir nach einer kurzen Rast, um was zwischen die Zähne zu bekommen so gegen 13 Uhr. einen Parkplatz haben wir recht schnell für überraschend billige 3 € direkt am Straßenrand, einige hundert Meter vom Zwinger entfernt  gefunden. Die Kamerarucksäcke aufgeschnallt und los ging es in das Getümmel, der mit Touristen gefüllten Altstadt.

Da es mein erster Besuch in Dresden war führte mich Ralf etwas umher, erst ging es in den Zwinger. Der war zwar zum Teil eingerüstet aber einige gute Bilder sind trotzdem entstanden:

Statuen am Zwinger

Statuen am Zwinger

Eingang zum Zwinger

Eingang zum Zwinger

Weiter ging es durch obiges Portal zum Theaterplatz an der Oper und an der Kathedrale vorbei zur Augustusbrücke. Unten am Terrassenufer der Elbe quälten sich die Marathonläufer in der Hitze, während man auf der anderen Seite des Flusses,  relaxte. Auf der Nordseite suchten wir eigentlich einen Fotostandort für den Sonnenuntergang. Die Caronalbrücke würde sich anbieten, wenn man nicht direkt an der Elbe einen guten Vordergrund findet – aber da sind wir später nicht mehr hingekommen.

Auf dem Weg zurück ans Südufer ist uns ein merkwürdiger “Klotz” aufgefallen, den wir uns dann gleich aus den Nähe anschauten. Das Bauwerk entpuppte sich als Synagoge im minimalistischem Baustiel – so ganz ohne Fenster.

Eingang zur Synagoge

Eingang zur Synagoge

Ralf das das Ganze nochmal in der Komplettansicht damit ihr euch ein genaues Bild machen könnt. Von der Hitze und dem Gewicht unserer Rucksäcke schon ganz durchnässt führte mich Ralf in die Festung Dresden, eine sehr interessante, alte und überbaute Abwehranlage unterhalb der Elbterrasse.

Festung Dresden

Festung Dresden

 Etwas erholt sind wir dann an der Frauenkirche vorbei in ein Café gegangen. Weiter ging es dann durch die Gassen der Innenstadt, vorbei am Fresko und in die Kathedrale, wo gerade ein Gottesdienst abgehalten wurde. Jede Kameraauslösung schalte da durch das Gebäude. Schließlich wollte ich noch auf einen Turm hoch, um Dresden auch von oben zu sehen. Also sind wir zurück zur Frauenkirche und für 8 € kurz vor 18.00 Uhr hinauf gestiegen.

Aussicht Frauenkirche - Blick zur Elbe

Aussicht Frauenkirche - Blick zur Elbe

Dann wurde es auch langsam Zeit unsere Stative aus dem Auto zu holen, also wieder zurück, durch den Zwinger die Straße entlang, wo sich die letzten Reisebusse auf den Heimweg machten. Zurück im Zwinger waren die Springbrunnen abgestellt, die Luft wurde angenehmer und der Menschenandrang ließ nach. Mit den letzten Sonnenstrahlen entstand zum Beispiel das erste Bild oben. Und schließlich, wo ich völlig baff von der Farbintensität war, folgendes Bild von der Kathedrale und dem Schloss.

Sonnenuntergang am Theaterplatz

Sonnenuntergang am Theaterplatz

Nicht gerade der beste Bildaufbau aber das Lichtschauspiel hielt auch nur noch kurz an. Wir sind dann zur Statur auf dem Platz gegangen, wo man einen etwas erhöhten Standpunkt mit Blickrichtung Semperoper hat gegangen und haben einige HDR-Bilder gemacht.

HDR vom Theaterplatz mit Semperoper

HDR vom Theaterplatz mit Semperoper

Zur blauen Stunden “tobten” wir uns im Zwinger noch etwas aus, machten uns als bald aber auf den Heimweg – und Abendessen stand auch irgendwie noch aus. Halb 10 sind wir also auf der Autobahn Richtung Heimat gewesen  und  angekommen kurz vor 12 Uhr ;-) .

Weitere Bilder gibt es die Tage in meiner Galerie auf http://www.landschafts-photographie.de/ zu bestaunen.  Dresden ist nach einem ersten Besuch auf jedenfall noch einige Reisen wert, dann wohl mit Übernachtung in der Nähe um die Abendstunden besser nutzen zu können und um sich in der Umgebung auch mal umzusehen.

Großkochberg zu Ostern

Schloss Großkochberg

Schloss Großkochberg

Schon viel zu lange stand ein Besuch beim Schloss Großkochberg auf meiner Liste der zu besuchenden Orte, eigentlich seit ich mit der Stammtischbesetzung mal nachts im Ort unterwegs war .. so Anfang 2010? Ostern schien trotz gegenteiligem Wetterbericht doch öfters die Sonne und so lohnte sich ein Besuch.

Frühlingswald

Frühlingswald

Nicht nur das Schloss mit Wassergraben rundherum ist sehr fotogen, sondern auch der dazugehörige Landschaftspark hinter den Schlossgebäuden.  Dort war der Boden traumhaft überseht mit Buschwindröschen, alle Wege fein säuberlich gekehrt und die Vögel sagen mir das ein oder andere Ständchen. Trotzdem war der Park so gut wie Menschenleer – wohl alles Spätaufsteher ;)

Ammergauer Alpen ohne Berggipfel

Ohne Berggipfel? Ja, es den es hat am Tag unserer Ankunft und auch am Montag, bis etwa 15 Uhr ununterbrochen geregnet. Bei 3 Grad und Schneeregen sind wir, an meinem ersten Urlaubstag seit Mai etwas planlos Richtung Mittenwald in die Touristinformation und haben uns nach trockneren Ausflugszielen umgesehen. Die Regionen scheinen sich hier irgendwie abzugrenzen – Mittenwald gehört zum Karwendel und so lag kaum Infomaterial zur Zugspitzregion, geschweige denn aus dem sehr nahen Österreich aus.  Irgendwo wurden dann doch einige Ausflugsziele im Flyer ausgemacht die uns nicht auf einen der nächstbesten Berge führte. Es ging zum Schloss Linderhof welches in den Ammergauer Alpen westlich vom Garmisch-Patenkirchen liegt. Dort hab ich trotz Regen und vergessenem Regenschirm die Kamera ausgepackt, schließlich komm ich nicht alle Tage hierher.

Schloss Linderhof mit Parkanlage

Schloss Linderhof mit Parkanlage

Damals wurden die Steuermillionen vom König Ludwig noch ins eigene Land gesteckt. Und so entstand neben dem Schloss Neuschwanstein dieses Kleinod hier. Drinnen waren wir natürlich auch aber dort war fotografieren verboten und meine Spiegelrefelx wäre doch sehr aufgefallen. Müsst ihr selber mal hin, ist echt prachtvoll ausgestaltet das kleine Haus. Da gibts zum Beispiel einen Kronleuchter mit 500 Kerzen (wer so die nur alle an machen?) und oh wunder am Ende der 20 Minütigen Führung kommt man in einem Souvenirladen raus der direkt in das Haus eingebaut wurde und so gar nicht zum recht der zimmer passt.

Das Gelände dort ist sehr weitläufig, die Rabatten gepflegt und der Rasen vorbildlich geschnitten. Den Park kann man übrigens kostenlos begehen, nur für das Innere des Schlosses und der Grotte fallen Eintrittsgebühren an.

Als zweite Station und, weil es direkt auf dem Rückweg zum Hotel lag stand das Kloster in Ettal auf dem Programm.

Außenansicht Kloster

Außenansicht Kloster

Neben dem wirklich sehr eindrucksvollen kreisrunden Gotteshaus, ist an dem komplex noch eine Schule, ein Internat, eine Brauerei und eine Destillerie angeschlossen. Der Innenhof wird gerade behinderten gerecht umgebaut, damit noch mehr Busse mit Rentnern anrollen – Also gibt es kein Bild von dort aber wir sind einmal rund um das Areal gelaufen was sich fototechnisch auch ausgezahlt hat. 

Der erste Tag ging dann bei tiefen hängenden Wolken, leichtem Regen und bayrischem Leberkäse in unserem Hotel zu Ende.