Ohne Berggipfel? Ja, es den es hat am Tag unserer Ankunft und auch am Montag, bis etwa 15 Uhr ununterbrochen geregnet. Bei 3 Grad und Schneeregen sind wir, an meinem ersten Urlaubstag seit Mai etwas planlos in Richtung Mittenwald in die Tourist Information und haben uns nach trockneren Ausflugszielen umgesehen. Die Regionen scheinen sich hier irgendwie abzugrenzen – Mittenwald gehört zum Karwendel und so lag kaum Infomaterial zur Zugspitzregion, geschweige denn aus dem sehr nahen Österreich aus.  Irgendwo wurden dann doch einige Ausflugsziele im Flyer ausgemacht die uns nicht auf einen der nächstbesten Berge führte. Es ging zum Schloss Linderhof, welches in den Ammergauer Alpen nordwestlich vom Garmisch-Patenkirchen liegt. Dort habe ich trotz Regen und vergessenem Regenschirm die Kamera ausgepackt, schließlich komm ich nicht alle Tage hierher.

Schloss Linderhof mit Parkanlage
Schloss Linderhof mit Parkanlage

Damals wurden die Steuermillionen vom König Ludwig noch ins eigene Land gesteckt. Und so entstand neben dem Schloss Neuschwanstein dieses Kleinod hier. Drinnen waren wir natürlich auch aber dort war fotografieren verboten und meine Spiegelreflexkamera wäre doch sehr aufgefallen. Müsst ihr selber mal hin, ist echt prachtvoll ausgestaltet das kleine Haus. Da gibts zum Beispiel einen Kronleuchter mit 500 Kerzen (wer soll die nur alle anmachen?) und oh Wunder am Ende der 20 minütigen Führung kommt man in einem Souvenirladen raus der direkt in das Haus eingebaut wurde und so gar nicht zum Rest der Zimmer passt.

Das Gelände dort ist sehr weitläufig, die Rabatten gepflegt und der Rasen vorbildlich geschnitten. Den Park kann man übrigens kostenlos begehen, nur für das Innere des Schlosses und der Grotte fallen Eintrittsgebühren an.

Als zweite Station und, weil es direkt auf dem Rückweg zum Hotel lag stand das Kloster in Ettal auf dem Programm.

Außenansicht Kloster
Außenansicht Kloster

Neben dem wirklich sehr eindrucksvollen kreisrunden Gotteshaus, ist an dem Komplex noch eine Schule, ein Internat, eine Brauerei und eine Destilliere angeschlossen. Der Innenhof wird gerade behindertengerecht umgebaut, damit noch mehr Busse mit Rentnern anrollen. Also gibt es kein Bild von dort aber wir sind einmal rund um das Areal gelaufen, was sich fototechnisch auch ausgezahlt hat.

Der erste Tag ging dann bei tiefen hängenden Wolken, leichtem Regen und bayrischem Leberkäse in unserem Hotel zu Ende.

5 Responses
  1. Informativer und gut geschriebener Reisebericht. Die Fotos sind trotz schlechten Wetters toll geworden. Insbesondere die monotone Umsetzung ist in allen Varianten ausgezeichnet gelungen. Ich bin auf eine Fortstzung gespannt. Auch und vor allem auf die landschaftlichen Schmankerln, die die Alpenrepublik bietet, darf man sich bei Deinem guten gespür für Motive sicher freuen. Dein Einstiegsbild im vorigen Post hat schon mehr als nur mein Interesse geweckt.
    Viele Grüße
    Ronald

  2. Die S/W-Bilder sind wirklich klasse. Bei der Wasserkaskade muss man aber den Gärtner hauen. Sowas geht auch gerade. Tönung und Kontrast sind, wie so oft, sehr gelungen.
    Beim Altar stört mich nur das Logo oben^^.

    1. Steffen

      @Milb: Ja das Beet vor der Wasserkaskade ist dort leider schräg angelegt, hab von dort noch so viele Bilder aber es wirkt dadurch einfach nicht.

      Das Logo beim Altarbild musste sein, das meiner Meinung nach beste Bild des Tages muss ich doch irgendwie schützen im www.

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