Blauer Himmel über Neuschwanstein
Blauer Himmel über Neuschwanstein

Obwohl die Gegend um unseren Urlaubsort landschaftlich sehr viel zu bieten hat, haben wir am 3. Tag eine etwas weitere Fahrt zu unserm Ausflugsziel investiert – auf ging es ins „Dorf der Königsschlösser“. Die wohl am meisten besuchte Touristenattraktion Deutschlands, das Schloss Neuschwanstein muss man ja mal gesehen haben. Wir waren zwar als Kinder schon mal mit unserem Vater dort, aber damals noch so jung das nicht wirklich viele Erinnerungen hängen geblieben sind.

Schwangau Empfang uns mit großen Parkplätzen, 5€ Parkgebühr, dutzenden von Souvenirläden und mehr Japanern als Deutschen (so zumindest der Eindruck). Wir nahmen den schnellsten Weg von Parkplatz zum Schloss, waren aber nicht im Schloss drinnen – Tag 1 war hier schon genug des Prunks. Vom Schlossvorplatz ging unser Weg westlich am Schloss vorbei zur Marienbrücke. Diese war voller Leute, da sie sehr gerne aus Aussichtspunkt für das Schloss genutzt wird. Ich konnte nicht widerstehen, obwohl das Bild wohl jeder hat, der dort mal vorbeikommt.

Neuschwanstein von Marienbrücke
Neuschwanstein von Marienbrücke

Spontan sind wir dann, den sehr viel ruhigeren Weg auf der anderen Seite der Marienbrücke hinaufgewandert. Auf den ersten Metern geht es hier zick-zack durch den Wald und immer wieder nach vorne an eine Steilklippe von der man einen Blick von oben auf das Schloss bekommt. Ebenso hat man hier einen guten Ausblick auf den Alpsee mit dahinterliegenden Bergen.

Neuschwanstein von Oben
Neuschwanstein von Oben

Wer mehr Vogelperspektive will muss dann schon mit Gleitschirm oder per Hubschrauber unterwegs sein. So wie diese zwei, die sehr nah an besagter Klippe an uns vorbeiflogen und uns zuwinkten.

im Vorbeiflug
im Vorbeiflug

Auf dem Weg hinauf zum Tegelberg (1730m) sind es etwa 900 Höhenmeter die wir überwinden mussten. Dementsprechend ist der Pfad die ersten Kilometer schon recht steil, vielleicht auch ein Grund warum uns dort nur eine einzige Japanerin begegnet ist. Schließlich läuft man auf der Nordseite des Bergkamms im Wald gemütlich gegen Westen. Der Weg nimmt erst wieder an Steigung zu, wenn man unter der Bergbahn hindurchläuft, dafür hat man aber auch wieder tolle Ausblicke in das Allgäu und die vielen umliegenden Seen.

Festspielhaus am Forggensee
Festspielhaus am Forggensee
Allgäu
Allgäu

Am Startpunkt für Gleitschirmflieger vorbei ist man auch schon oben und leider wieder im Massentourismus angekommen.

Für viele Besucher ist die Bergstation der Tegelbergbahn erst der Anfangspunkt einer Wanderung oder Kletterpartie, für uns war es das Ende. Wir genossen vor der Talfahrt noch den, nun freien Blick Richtung Südosten in die österreichischen Alpen und zum höchsten Berg Deutschlands, allesamt Schneebedeckt.

vom Tegelberg zur Zugspitze
vom Tegelberg zur Zugspitze

Nachdem wir mit der Kabinenbahn, von der man anscheinend den besten Blick auf das Schloss mit dahinterliegenden Berge hat zurück ins Tal (dafür fehlt der Berg auf der anderen Seite 😉 ) im Flachland angekommen sind, ging es noch gemütlich zurück zum Parkplatz. Der Heimweg über Füssen und Reute war sehr günstig, da es hier durch Österreich ging – dementsprechend war das Benzin einiges billiger.

an der Talstation
an der Talstation

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