USA: Leuchttürme entlang der Ostküste

historische Scheune
historische Scheune

Gemütlich verließen wir den Acadia Nationalpark, und nehmen die Küstenstraße 1 nach Südwesten. Unser erster halt auf den Weg zu unseren neuen Basis in York ist ein altes Anwesen, mit auffallend rot leuchtender Scheune.

Wir treffen durch Zufall den Hausbesitzer und seine Frau, welche uns die Fotoerlaubnis erteilen. Hier strahlt der Herbst nochmal etwas durch, Weiter Südlich ist das Laub noch nicht ganz soweit oder die Baumart ist eine andere.

Etwas weiter geht es noch zum Pemaquid Point Light in Bristol. Ein echt malerischer Leuchtturm, mit der interessanten Felsstruktur vor seinen Füßen für mich der beste auf der ganzen Tour.

 

 

 

Pemaquid Leuchtturm von Osten
Pemaquid Leuchtturm von Osten

Kurz drehen wir dort eine Runde durch eine Galerie – dort scheint jeder 3. ein Zeichner zu sein, so viele Galerien wie es da gibt. Erst suche ich entgegen allen anderen auf der Ostseite des Leuchtturms mein Glück (siehe oben). dann treibt mich die Neugier aber auch auf die andere Seite, wo ich den 5 anderen erstmals durchs Bild laufe. Schließlich hab ich meinen Standpunkt gefunden und es glücken mir einige echt gute Bilder bis es wieder zu regnen anfängt, sodass die Spiegelung futsch ist und ich ständig Filter und Linse putzen muss.

Pemaquid Leuchtturm von der Küste aus
Pemaquid Leuchtturm von der Küste aus

Alles eingepackt geht es weiter zum Hotel nach York, unterwegs noch ein grandioser Ausblick auf Portland vom Highway aus.

Küstenpanorama York
Küstenpanorama York

Im Hotel, das wir fast für uns allein haben (Nebensaison), erstmal von der Luxusklasse mit Whirlpool in der Badewanne zu normalen Zimmer zurückgebucht und uns was zu Abendessen gegönnt. Dann noch kurz zum nahegelegenen Leuchtturm um die Location zu checken und ab ins Bett. Am nächsten Morgen ging es zum Old Orchard Beach. Im Sommer wohl voll mit Touristen, waren wir in aller Frühe hier allein und hofften vergebens auf einen schönen Sonnenaufgang.

Krabbe vor Seebrücke
Krabbe vor Seebrücke

Stattdessen gab es nur Küstennebel und einige Möwen, die als Motiv mit herhalten mussten.

Möwe am Strand
Möwe am Strand

Frühstück gab es dann in der Nähe vom Hotel, wo wir einen Gutschein hatten – recht lecker Eier Sunny side up mit Speck und „Kaffee“ soviel man will, wenn man den will 😉  Da wir alle aufgegessen haben gab es anschließend auch Sonnenschein, kurz das Panorama oben geschossen und los zum Leuchtturm Cape Neddick oder auch Nubble Light genannt.

Welle vorm Nubble Lighthouse
Welle vorm Nubble Lighthouse

Mit einem Souvenirstand, Imbissbude und Parkplatz ausgestattet, kann man hier der Leuchtturm bewundern. Aber eben nicht besteigen oder ähnliches, weil das gute Ding auf einer kleinen vorgelagerten Insel steht und nur mit Seilbahn erreicht werden kann. Die Touristen wunderten sich sicher stark über uns, als wir uns hintereinander auf den Felsboden legten um den Leuchtturm mit glatter Spiegelung vor die Linse zu bekommen. Die Kamera lag ebenfalls auf den Felsen. Hier hat sich der Regen der Vortage mal gelohnt.

Von einem Bild aufs andere war der Leuchtturm von dichten Küstennebel umgeben der aus Süden hereingezogen war.

Küstennebel
Küstennebel

Wir versuchten diesem Küstennebel zu entfliehen indem wir einige Kilometer gen Norden nach Portland fuhren aber auch hier war die dicke Suppe schon angekommen.

Leuchtturm von Portland
Leuchtturm von Portland

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Einer der anderen Fotografen vor Ort erzählte uns, das er schon 3-4 Mal vor dem Leuchtturm stand aber nie das gewünschte Fotowetter vorherrschte. Als der Park um den Leuchtturm herum geschlossen wurde und eine Parkstreife schon auf uns wartete machten wir uns auf den Heimweg. Wieder hatten wir das Problem, das unser geplantes Abendessen durch den frühen Küchenschluss einen strich durch die Rechnung gezogen wurde. Sind wir halt wieder zum Diner gefahren wo es schon Frühstück gab. Dort bestellte ich mir als Beilage Pommes aus Süßkartoffeln – echt genial ! Oskar erwischte echtes Rootbeer – reinste Geldverschwendung 😉

Am nächsten Morgen war uns der Wettergott doch mal milde gestimmt und zauberte und am Nubble Lighthouse einen fast Wolkenlosen Sonnenaufgang. Echt unfair, da die Sonne Hinter dem Leuchtturm aufging. Die Bilder sind mit Filtereinsatz trotzdem was geworden – gewusst wie halt.

Morgendämmerung am Leuchtturm
Morgendämmerung am Leuchtturm

 

 Dann Frühstücken auschecken und ab zu unserer letzten Station auf Cape Cod. Dabei Fahren wir auf dem Highway durch Bosten, ein grandioser Anblick für mich aus der Provinz. Wer auf dem Highway Müll oder nur zigarettenkippen aus dem Auto wirft wir laut der Hinweisschilder mit einer Strafe von $10.000 belegt. Die Autobahn ist nach der Metropole voll, da viele das lange Wochenende (Montag, ist Columbustag) ausnutzen. Wir weichen schließlich wieder aus und fahren gemütlich die Küste auf einer Nebenstraße entlang, bis wir über eine monumentale Brücke auf die, durch einen Kanal vom Festland getrennte Insel Cape Cod kommen.

Blick ins Landesinnere
Blick ins Landesinnere

An der Motelrezeption werden wir für unser deutschen Schäferhunde gelobt, und man hat erneut Fotostandort-Tipps für uns. In den USA kommt sehr schnell ins Gespräch. Unser Ziel für den Abend ist der Race Point Leuchtturm an der obersten Spitze der Halbinsel. Dafür nehmen wir einen zwei Meilen Fußmarsch durch Dünen auf uns. Ganz schön anstrengend aber da ich keine hohen Schuhe dabei habe und so Barfuß durch den Sand laufe verliere ich so meine elende Hornhaut. Am Leuchturm hab wir Lichttechnisch wieder Glück.

Leuchtturm im Sonnenlicht
Leuchtturm im Sonnenlicht

Wir bleiben bis es Nacht ist und der Kontrast zwischen Leuchtturmlicht und Umgebungslicht zu groß für die Kamera ist.

Abendrot
Abendrot

Nun geht es am Strand die zwei Meilen zurück zum Parkplatz. Zu allem Überfluss fängt es an zu regnen. Am Strand kommen wir an einigen Campern vorbei, die direkt am Wasser mit ihren Caravans stehen und die amerikanische Fahne in den Sand gesetzt haben.  Abendessen bekommen wir trotz gerade erfolgtem Küchenschluss freundlicherweise noch. Das Essen nehmen wir mit auf unsere Zimmer, zu viel mehr sind wir an diesem Abend und auch am nächsten Morgen auch nicht fähig.

Fischmarkt am Hafen
Fischmarkt am Hafen

Nach einem letzten Besuch an einer Tankstelle finden wir einen kleinen verschlafenen Hafen, der bei ebbe und schönstem Wetter zu einem Gruppenbild ermuntert. Meine Stimmung war an diesem Tag nicht die beste, da er Urlaub fast schon um ist und ich eigentlich  nach meinem USA Aufenthalt noch 5 Tage  mit Begleitung in die Deutschen Alpen wollte, aber ohne Handy und die Nummern, war das mit einer E-Mail am Tag recht schlecht zu koordinieren ( am Ende war es aber auch besser so).

Kleinstadtidylle
Kleinstadtidylle

Wir fahren weiter nach Provincetown, wo sich der Himmel leider wieder zuzog. Der kleine Touristenort bot dank der sehr gepflegten Vorgärten trotzdem eine enorme Fülle an Bildmotiven.

Stadtrundfahrt
Stadtrundfahrt

Jeder zog auf eigene Faust durch die Gassen und am Meer entlang. Die Amerikaner boten uns sogar einen Regenschirm an, als es mal wider kräftiger Tröpfelte. Ein echt nettes Volk, sowas hatte ich vorher nicht erwartet. Den Abend schlossen wir mit einem echt guten Essen ab. BBQ-Rippchen der feinsten Art, gepaart mit den vorher schon liebgewonnenen Süßkartoffelpommes und einem lokalen Bier, für das ich trotz der älteren Begleitung meinen Ausweis zeigen durfte. Voll bis oben hin genossen wir unseren letzten Abend – Serdar kann echt gut unterhalten.

Als am Montag die beiden Andres und Serdar schon zum Flughafen aufbrachen konnte ich mit Oskar, Bettina ausschlafen und dann noch die Vorstädte von Bosten nach Motiven druchforsten.

Bosten Skyline
Bosten Skyline
Bosten Vorstadt - das letzte Bild
Bosten Vorstadt – das letzte Bild

 

Mein Flug nach Frankfurt ging ca. 16 Uhr. Beettina und Oskar haben noch weiter Urlaub im Westen der USA gemacht. Die anderen 3 müssen unterdessen innerhalb der USA schon am Umsteigeflughafen sein. Mit kurzer Verspätung hob mein Flug in Bosten in die kurze Nacht nach Deutschland ab. Geschlafen hab ich dabei, und später auch im ICE von frankfurt nach Erfurt kaum. Der Tag ging für mich erst abends 21 Uhr zuende – dafür bemerkte ich kaum etwas vom berüchtigten Jet-lag.

Abschließend war die Reise wiedermal ein Erlebnis, das ich jederzeit wiederholen würde, und das nicht zuletzt wegen der guten Begleitung. Die USA ist jedoch so groß, das bei einem Möglichen zweiten Besuch wohl eine andere Gegend auf dem Programm steht, mal sehen was die Jahre bringen.

4 Responses
  1. Sehr interessanter Report über die Light Houses entlang der Küste. Die Bilder sind echt top und mit viel Geduld und Können bearbeitet. Es sieht ganz so aus, als wenn Du Dich langsam aber sicher in die Top hundred der Landschaftsfotografen hocharbeitest. Wird noch ein Weilchen dauern, bis man die notwendige Notiz von Deinen Arbeiten nimmt, aber Stil und Gestaltung suchen echt ihresgleichen. Ich bin schwer begeistert und gestatte mir Dich bei den Profis weiter zu empfehlen. VG Ronald

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