Blick in meinen Fotorucksack

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Nur das es bei mir ein Rucksack und kein Koffer ist den ich auf Fototour mit mir herumtrage.

Auf meinem Rücken schultere ich den Lowepro Flipside 400 AW. Der Rucksack begleitet mich schon einige Jahre, genau genommen seitdem ich mehr als zwei Wechselobjektive mein Eigen nenne. Davor hatte ich eine kleine Umhängetasche der selben Firma.

Kameratasche vorderes Fach
Kameratasche vorderes Fach

Blicken wir zuerst in die vordere Tasche des Rucksacks. Hier verstaue ich in den kleinen Taschen meinen Ersatzakku und etwas Werkzeug für das Stativ und die Schnellwechselplatte, weiterhin ein kleines Mikrofasertuch und alte Ersatz-SD-Karten. Lose im Fach herum kullern tut ein meine Filtermappe,  Regenschutz für die Kamera, sowie ein Plastikbeutel der mir als Untergrund dienst, wenn ich mich im Dreck hinknie und es nass ist. Mit dem Beutel hab ich mir aber auch mal Pilze mit Heim gebracht aus dem Wald. Natürlich hab ich die Pilze vorher fotografiert ;-).  Auch im vorderen Fach ist immer etwas zu Essen zu finden, meist zwei-drei Müsliriegel. Ein Stift und meine Stirnlampe darf auch nie Fehlen.

Kamerarucksack Hauptfach
Kamerarucksack Hauptfach

Das Hauptfach des Fotorucksackes geht am Rücken auf, mit zwei entscheidenden Vorteilen.

  1. Schutz vor unerwünschtem Fremdeingriff, wenn man zum Beispiel irgendwo in der Masse steht.
  2. Einfacher Zugriff auf die Kameraausrüstung ohne den Rucksack abzusetzen.

Für den 2. Vorteil muss noch erwähnt werden, das man den Rucksack vorne über den Bauch mit einer Schnalle befestigt und ihn sich so nach vorne ziehen kann.

Genug über den Rucksack jetzt zum Inhalt. Natürlich meine Spiegelreflexkamera  Canon 6D, an oberster Stelle damit man den Reißverschluss nicht gänzlich öffnen muss um dran zu kommen. Als Immerdrauf-Objektiv ist das 17-40mm montiert. Der Polfilter ist bereits auf der Linse und oft auch der Halterungsring für den Filterhalter. Zur linken Seite findet mein 70-200 F4 gut Platz. Die dazugehörige Stativschelle lagert im oberen Fach. Unterhalb der 6D schlummert das Makro von Tamron, welches ich hier vergangenes Jahr vorgestellt habe. Auf der rechten Seite ist Platz für Filterhalter und Kleinkram, wie den Fernauslöser, eine Blitzschuhwasserwage, Filterbox für den Polfilter (sollte er mal nicht auf Objektiv Montiert sein) und weitere Mikrofasertücher.

Kamerarucksack Hauptfachrücken
Kamerarucksack Hauptfachrücken

Die Rückenklappe bietet weitere dünne Fächer, oben 3 Stück für 3 SD-Karten, und unten ein größeres Fach. Das habe ich bisher aber nur auf Reisen für wichtige Reiseunterlagen genutzt, sonst ist dort nur die Bedienungsanleitung für meinen Fernauslöser.

Rucksack Seitentaschen
Rucksack Seitentaschen

Je links und rechts hat der Rucksack diese Seitentaschen und oben am Rucksack noch ein Gurt dazu. Hier kann man kleine (Reise-)Stative anbringen, ich habe hier meist eine Seite mit einer Trinkflasche ausgefüllt und auf der anderen Seite Auto und/oder Hausschlüssel, wenn die nicht in einer Jacke Platz finden.

Mein Stativ trage ich meist mit der Hand, obwohl der Rucksack auch an der Vorderseite eine Möglichkeit bietet ein Stativ zu befestigen. Einmal getestet im Winter, um die Hände in der Jacke zu wärmen, war mir das Tragegefühl zu ungewohnt. Mein Stativ scheint wohl dafür zu groß zu sein, jedenfalls fühlt es sich an als ob es ständig nachschwingt und oben vom Rucksack absteht.

Ich habe noch zwei weitere EF-Objektive für die Kamera, diese bleiben jedoch meist daheim, wenn ich wollte wäre im rechten Teil des Hauptfaches aber noch Platz dafür.

Für Reisen bzw. längere Unternehmungen habe ich seit neusten einen Tilopa BC, dieser fasst neben der Kamera auch Regenjacke, größere Trinkflaschen, mehr Essen, Laptop und Stativ.

Was tragt ihr bei euren Fotoausflügen mit euch herum, oder reicht es wenn man die Kamera in der Hand hat?

5 Responses
  1. Mario

    Das kommt auf die individuellen Vorlieben an. Wenn das Fotografieren nicht meine Hauptintension eines Ausflugs ist, schätze ich im Vorfeld meinen Aktions-/Motivradius ab, setze das 35er, 60er oder 85er drauf und nehme nur die Kamera mit.

    Ansonsten kommt es auf die Tour selbst an. Für kleine Wanderungen oder urbane Entdeckungstouren nutze ich als Rucksack meist den 3N1-10 Sling von Kata. Der ist klein, angenehm zu tragen und ich verwende ihn i.d.R. als Cross-Sling, sodass ich ans Equipment komme ohne ihn absetzen zu müssen. Wenn ich mehr Platz für das Foto- und sonstige Equipment benötige, nehme ich den Aktive Cube L V2 von Extremplus.

    Für Landschaftsaufnahmen nehme ich auf jeden Fall das 35er und das 18-270er, welches ich schon seit Ewigkeiten ersetzen möchte, mit. Ebenfalls gehören ND-Filter in den Stärken 8, 64 und 1000, sowie das Stativ dazu. Im Gegensatz zu dir, ist es aber immer am Rucksack befestigt, wenn es nicht gebraucht wird. Bei Besuchen von Ruinen packe ich auch noch einen Aufsteckblitz und zwei Trigger für entfesseltes Blitzen mit ein. Wenn ich weiß, dass es sich lohnt wird auch noch eine 70er Softbox auf den Rucksack geschnallt.

    1. Steffen

      Nur mit der Kamera in der Hand geht es bei mir nur in den Garten oder hier in die direkte Umgebung des Dorfes in dem ich wohne. Einen Blitz besitze ich gar nicht, bisher habe ich ihn auch nicht großartig vermisst. Liegt aber auch daran, das ich so gut wie nie Menschen fotografiere.

  2. Kommt immer drauf an, was man vorhat. Ein Zoobesuch ist was Anderes als Street zu fotografieren. Für letzteres eignet sich- ohne das man ein zweites Objektiv benötigt am Vollformat das 35er, am Crop die 24mm. Kurzreisen oder gar Urlaubsfahrten benötigen dann das volle Programm: heißt bei mir die M9 mit Zeiss 25/2.8, Zeiss 35/2.8, VL 50/1.5 und eventuell Minolta 90/4.0. Dann geht aber nix mehr in meine ThinkTank 5 Retro rein. Für die AF- Ausflüge brauche ich dann schon meinen Kata 3N1-10 Sling, denn die Canon-Sachen sind alle ziemlich raumintensiv. Der ist aber so geräumig, da ist immer noch Platz für eine extra Jacke, Wasser oder ein paar Snacks. Das tue ich mir allerdings eher selten an, denn dann schleppt man locker drei und mehr Kilos mit sich rum. Stativ nehme ich selten mit, habe mir extra ein winziges, dennoch sehr stabiles Teil gekauft, damit die Kamera im Notfall nicht im Dreck steht.

    1. Mario

      „heißt bei mir die M9 mit Zeiss 25/2.8, Zeiss 35/2.8, VL 50/1.5“ – Und weiterhin von einer Leica träumend blicke ich auf meinen heutigen Arbeitsalltag… 😉
      Der 10er von der Kata 3N1-Serie ist doch die kleinste Variante. So raumintensiv kann daher dein Canon-Equipment eigentlich nicht sein. Was tust du denn in diesen Fall dort hinein?

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