Wie im letzten Beitrag angekündigt habe ich zusammen mit Ralf einen Ausflug in das alte Kloster der Stadt Saalfeld unternommen. Dieses wird als Museum genutzt und bietet neben einigen Dauerausstellungen über die Vergangenheit Saalfelds, Mineralien, und Tieren abwechselnd neue Ausstellungen. Bei unserem Besuch ging es dabei um die Geschichte von Weihnachten und um den Weltkrieg, natürlich in abgegrenzten Räumen.

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Neben dem normalen Eintritt haben für für je 2,50 € eine Fotogenehmigung gekauft. Dafür durften wir mit Stativen durch die Räume schlendern. Ich kannte das Kloster bisher nur vom Tag des offenen Denkmals, an dem es hier freien Eintritt gibt. Dementsprechend war ich sehr überrascht, wie Leer das Museum an einem normalen Wochenende ist. Neben uns 2 Fotografen, waren anfangs nur 2 andere Besucher in den Räumen anzutreffen. Das Wetter bot draußen keine bessere Alternative und Schnee lag auch noch keiner.

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Zum Fotografieren ist es natürlich günstig gewesen, das kaum Besucher da waren. Schließlich wollten wir Architekturaufnahmen machen. Das ehemalige Kloster hat die Typischen Gänge um den Innenhof, zwei waren fotogen genug um sie abzulichten. Dann gibt es einen Raum, in dem man imposante kirchliche Schnitzereien aus der Region ausstellt. Der Raum selbst ist auch eine kleine Attraktion, genauer gesagt die Decke des Raumes und der schon arg durchgebogene Stützpfeiler.

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Neben einem Bereich mit präparierten Tieren und Insekten beinhaltet das Museum hauptsächlich Gegenstände aus der Fernen und Nahen regionalen Vergangenheit. Angefangen von Schwertern und Rüstungen arbeitet man sich über mehrere Etagen bis zur Wendezeit vor. Dabei erfährt man u.a., das in Saalfeld mal Objektive gefertigt wurden, aber auch ansehnliche Nähmaschinen.

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Ausschnitt einer vergangenen Zeit

 

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Südlicher Klostergang

 

Zurück aus dem Museum sind wir in den großen Saal mit sehr imposanter Deckengestaltung.

Dieser Raum wird von den Saalfeldern auch heute noch sehr gerne für Veranstaltungen genutzt, dementsprechend ist er auch bestuhlt. Hinter dem Saal erreicht man die Münzstube mit ehemaligen Talern und Dublonen. Ob es der Euro auch mal in so ein Museum schaffen wird? 😉

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großer Festsaal

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Als keines Highlight boten uns die Museumsmitarbeiter an, für uns die Tür zum Dachboden zu öffnen. Da konnten wir nicht Nein sagen, schließlich stellt die Dachkonstruktion über dem großen Saal eine der Besonderheiten des Klosterbaus dar. Der Dachboden wird sonst nur mit Führung während des Tag des offenen Denkmals gezeigt. Komplett betreten lässt er sich nicht, den diese Holzdecke muss das untenliegende Deckengemälde tragen, welches schon einige Risse aufweist. Für die Bildgestaltung zwar nicht Ideal aber selten und daher gerne mitgenommen. Ebenso wie der Ausblick aus dem hier abgebildeten Fernster über Saalfeld. Der freundliche Museumsmitarbeiter war sehr gesprächig zu uns und plauderte noch etwas aus dem Nähkästchen, bis wir uns verabschiedeten.

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Dachstuhl

 

2 Responses
  1. Wirklich gelungene Impressionen aus dem Franziskaner-Kloster. Insbesondere der große Festsaal ist ein echter Augenschmaus, da war wohl auch das Außenlicht besonders schön. Okay nach diesem Beitrag verzichte ich freiwillig auf eine eigene Darstellung des Klosters- besser bekomme ich es auch nicht hin. Immer wieder ein Genuss auf Deine Seite zu schauen.

    1. Steffen

      Ronald, das war aber nicht meine Intuition, als ich den Blogpost verfasst habe. Gerne schaue ich mir deine Blickwinkel und Sichtweisen aus dem Kloster an. Außenlicht war, wenn ich mich recht erinnere bedeckter Himmel, ich habe absichtlich etwas heller belichtet.

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