Reisebericht Dolomiten – die Drei Zinnen

Im zweiten Teil des Dolomiten-Reiseberichtes führe ich euch zu den Drei Zinnen. Wer Teil eins des Reiseberichtes noch nicht kennt kann ihn in diesem Blogbeitrag nachholen. Nachdem die Straßensperrung der Sellaronda vorüber war stieg ich ins Auto und fuhr in Richtung Sonnenuntergang. Ausgesucht hatte ich mir eine Stelle an einer Skiabfahrt, welche entsprechend der Fotos auf Google Maps ein schönes Motiv mit alten Holzhütten und Schroffen Dolomitenberge im Hintergrund ergeben sollte. Als Parkplatz diente der Parkplatz der Gondelbahn Piz Sorega. Zu meinem Glück ist dieser ab 17 Uhr, wenn die Bergbahn den Betrieb einstellt kostenlos nutzbar. Stativ angeschnallt und Rucksack geschultert ging es planmäßig etwa eine halbe Stunde am Rande der Skipiste bergauf.

Alte Landschaftsfoto Dolomiten Holzhütte vor Bergmassiv
Berghütte – Bob Ross

Und dann kam die Stelle, die ich mir vorher anhand eines Fotos auf Google Maps ausgesucht hatte. Am Wegesrand standen zwei Holzhütten, umzäunt von einigen Bäumen und der Frühlingshaften Bergwiese, welche im Winter die Skipiste darstellt ein echt gutes Motiv. Als bestes Foto der Szenerie stellte sich die Variante heraus, in der der Vordergrund noch von der Abendsonne beschienen wird.
Da es erst 18:00 Uhr war und somit zum Sonnenuntergang noch gut 2,5 Stunden Zeit sind bin ich den Berg weiter hinauf, die Gegend erkunden. Um Vordergrund mit ins Bild einzubauen Stand das die Sonne etwas ungünstig, oftmals war ich oder zumindest die Kamera als Schatten selbst im Foto. Schließlich fand ich eine kleine Pfütze im Schatten.

eine Pfütze
die unscheinbare Pfütze

Aus Augenhöhe unscheinbar und dreckig, wenn man die Kamera aber direkt auf die Erde legt ein fast idealer Spiegel.

Foto Spiegelung in der Pfütze
Foto Spiegelung in der Pfütze

In der malerischen Landschaft genoss ich mein Abendbrot. Als die Sonne hinter dem Berg verschwand erhoben sich die Mücken und machten mir das Fotografieren in kurzem T-Shirt schwer.
Ich fand hier auch Wollgras, welches leider meist recht ungünstig stand um es in ein Foto mit Bergmassiv einzubauen. Aber die Margeriten taten selbiges auch sehr gut.

Landschaftsfoto einer malerische Bergwiese vor einem felsigen Berggipfel
malerische Bergwiese

Nachdem die Sonne verschwand, wanderte ich zurück zum Parkplatz. Auf der Heimfahrt konnte ich noch die für die Region typischen Herz-Jesu-Feuer beobachten mit denen die Südtiroler ein Zeichen für ihre Eigenständigkeit setzen.
Am Tag darauf stand eine längere Autofahrt auf dem Plan. Von meiner Unterkunft im Alta Badia zu den Drei Zinnen sind es knapp 1,5 Stunden, in denen ich mehrere Pässe überfahren musste. Die Auffahrt zum Mautpflichtigen Parkplatz kostet aktuell 25 Euro je PKW, wobei das Ticket für 24 Stunden gültig ist. Als ich etwa gegen 10 Uhr am oben Parkplatz ankam war dieser schon gut gefüllt. Das gute Wetter lockt eben auch in der Vorsaison und unter der Woche genug Leute hier hoch. Der Blick ist aber schon vom Parkplatz aus ein sehr schöner.
<< Foto vom Parkplatz?>>

Den Massen folgend bin ich in östlicher Richtung den Weg in Richtung Paternsattel entlang. Dabei kamen mit gut 15 Asiaten mit Stativen entgegen, die wohl den Sonnenaufgang für optimale Foto genutzt haben. Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, aber ohne zu wissen, ob ich nachts auch durch die Passstation zum Parkplatz komme habe ich mich dagegen entschieden. Kurzes Zeitbeispiel für einen Sonnenaufgang an den Drei Zinnen: Sonnenaufgang 5:20 Uhr, Startzeitpunkt für den Weg vom Parkplatz zum Fotostandpunkt 4 Uhr, Start in der Unterkunft 2:30 Uhr. Meine Hoffnungen lagen auf einem Sonnenuntergang, der es mir erlaubt das Gebiet vorher erst einmal kennenzulernen. Ich war als Kind bereits einmal an den Drei Zinnen aber noch nie habe ich das Bergmassiv von Norden erblickt.

Fotografie aus den Dolomiten, die Drei Zinnen
Blick zu den Drei Zinnen vom Paternsattel

Am .. Sattel angekommen bin ich Östlich den Hang hoch zu einem alten Weltkriegsstollen. Den Blick von hier zeigt das obige Foto. Nach dem Stollen scheint ein klettersteig zu beginnen. Jedenfalls sind alle anderen Personen außer mir hier auf Bergsteigerausrüstung umgestiegen.
Die bekannteste Ansicht der Drei Zinnen erhält man vom Gebiet rund um die Drei Zinnen Hütte, welche mein nächstes Etappenziel war. Was hier an Touristen herumläuft ist allerding weniger schön. Unterhalb der Drei Zinnenhütte, auf der vom Bergmassiv der drei Zinnen abgewandten Seite liegen noch zwei Seen.

Fotos mit zwei nahe beieinanderliegenden Bergseen
die beiden Bödenseen

Die Seen lassen sich zum Sonnenaufgang auch sehr gut als Fotolocation nutzen.

Das Bergmassiv der Drei Zinnen
Das Bergmassiv der Drei Zinnen

Nach einigen obligatorischen Fotos der drei Zinnen zu ungünstigster Zeit hab ich die Hütte wieder verlassen ,um die Drei Zinnen weiter zu umrunden. Dabei bin ich nicht dem Weg der Massen gefolgt, sondern habe einen deutlich kleineren Weg genutzt, welcher mir aber viele Höhenmeter an diesem warmen Tag ersparte und fast Menschenleer war. Durch diesen Weg kam ich zu einem weiteren Ziel, einen kleinen Bach direkt unterhalb der Zinnen.

Bergfotografie kleiner Bach vor den Zinnen
kleiner Bach vor den Zinnen

Nicht weit davon befindet sich eine Alm auf dem man auch einkehren kann. Zum Fotografieren auch sehr interessant sind die von der Schneeschmelze gespeisten Bergessen nordwestlich der Drei Zinnen. Entweder diese Seen oder den Bachlauf wollte ich zum Sonnenuntergang als Motiv vor den Zacken der Drei Zinnen nutzen.

Bergfotografie Drei Zinnen Spiegelung
Drei Zinnen Spiegelung

Leider entwickelte sich im Westen aber ein Gewitter, welches zum Sonnenuntergang Sonnenstrahlen auf mein Motiv verhinderten.

Berghütte mit Gwitterwolken im Hintergrund
Dreizinnenhütte am Toblinger Knoten

Im Angesicht der sich auftürmenden Gewitterwolken und einiger entfernter Murmeltiere machte ich noch ein Picknick. Dann ging es weiter an der Westflanke der der Zinnen zurück in Richtung Parkplatz. Für diesen Wegabschnitt sollte man schwindelfrei sein.

Bergfotografie Dolomiten Panorama
Dolomiten Panorama

Im Süden gab es noch einige schöne Bergspitzen, welche noch im Sonnenlicht standen. Das Panorama zeigt von links nach rechts: Cadini di Misurina (2796m), Im Tal den Misurinasee, Punta Sorapiss (3205m) und der Monte Cristallo (3221m).
Bis zum Parkplatz liefen mir noch zwei Murmeltiere direkt über den Weg, ansonsten war der Parkplatz fast leer als ich dort ankam. Auf dem Rückweg lagen noch am Fuße der drei Zinnen noch zwei Seen. Bei dem kleineren Antornosee hielt ich und fotografierte sowohl die Drei Zinnen von Süden als auch die Berggipfel der Cadini di Misurina Berggruppe.

Landschaftsfotografie, spiegelung der Drei Zinnen in einem Bergsee
Die Drei Zinnen vom Süden, eine Spiegelung im Lago Antorno
Landschaftsfotografie Bergsee mit Spiegelung
Berggipfel spiegeln sich im Lago Antorno

Auf dem restlichen Rückweg zog es zu und regnete, also leider kein Glück wie am ersten Tag. In nächsten Reisebericht bringe ich euch mit meinen Fotos auf die, ebenfalls sehr bekannte Seiser Alm, also schaut bei Gelegenheit wieder vorbei.

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