Seiser Alm und ein paar Regentage

Im heutigen Blogbeitrag entführe ich euch auf die größte Hochalm der Alpen – die Seiser Alm.

Entgegen der meisten Touristen ist man als Landschaftsfotograf mit seinen Fotos mehr auf die ersten und letzten Stunden des Tages fokussiert. Das liegt am besonderen Licht, welches der Sonnenaufgang oder -Untergang mit sich bringt und am anderen Einfallswinkel des Sonnenlichtes.

Wenn alle anderen sich auf den Heimweg begeben bin ich auf dem Hinweg. Anders war es auch beim Besuch der Seiser Alm nicht. Die Hochalm ist über verschiede Wanderwege, Seilbahnen und Straßen erreichbar. Die Wanderwege brauchen ihre Zeit und es müssen viele Höhenmeter überwunden werden. Die Seilbahnen sind recht teuer und i.d.R. nicht in Betrieb, wenn ich fotografieren will. Bleibt noch die Straße, diese ist tagsüber bis 17.00 Uhr für den Verkehr gesperrt.

Nach 17.00 Uhr ist im Sommer perfekt, wenn es darum geht den Sonnenuntergang zu fotografieren. Dementsprechend bin ich 17.00 Uhr die Bergstraße zur Seiser Alm hochgefahren. In der letzten Kehre bevor man Compatsch erreicht ist ein kostenfreier Parkplatz. Der Parkplatz in Compatsch ist eigentlich ein kostenpflichtiger.

Mein Ziel auf der Seiser Alm war die unter Fotografen schon oft gezeigte Szenerie mit Berghütten vor den Berggipfeln von Lang – und Platkofel. Vor einigen Jahren habe ich die Stelle nicht gefunden. Heute hatte ich aber eine bessere Ahnung davon wo die Stelle sein muss, zudem hatte ich auch einen größeren Zeitpuffer. Recht zielstrebig habe ich in einer etwa einstündigen Wanderung die Stelle erreicht, die ich suchte.

zwei Berghütten auf einer grünen Wiese vor Felsgipfeln
Seiser Alm fotografie

Vor Ort war neben mir nur ein weiterer Fotograf. Das Wetter sah ganz gut aus, ringsum war es voll bedeckt, nur das Gebiet der Alm war mit recht blauem Himmel gesegnet. Über den Berggipfeln hingen aber Wolken. Ich probierte verschiedenste Motive aus und variierte den Bildaufbau. Ging einige Meter weiter zu anderen Motiven, dann wieder zurück um das erste Motiv mit anderer Wolkenstimmung erneut zu fotografieren. Das Foto was mir vom Bildaufbau auf dem großen Monitor Daheim am meisten zusagt ist aber ein Foto mit einem Feldweg, der direkt auf die Berge zu zeigt. Leider habe ich die Stelle erst auf dem Rückweg gesehen. Das optimale Licht gab es zwar sowieso nicht aber hier hätte ich etwas früher sein sollen.

Wanderweg Seiser Alm
Wanderweg Seiser Alm

Naja muss man erneut hier hochkommen. Wer das entsprechende Kleingeld hat kann direkt am Motiv eine Übernachtung buchen und die Motive aus dem Bett oder dem dazugehörigen Balkon aus aufnehmen. Blickt man nicht zu den Berggipfeln, sondern in die andere Richtung ist direkt am Wegesrand das Hotel Adler Mountain Lodge mit Pool sicher erste Anlaufstelle.

Wer trotzdem lieber aus dem Tal hochkommt und etwas Wagemutiger ist ein Tipp: Laut einem einheimischen Passenden würde um diese Uhrzeit niemand mehr kontrollieren, ob man die Erlaubnis zur Befahrung der Straßen auf der Seiser Alm besitzt oder nicht. Wer dies tut spart sich den leichten aber doch einstündigen Rückweg zum Parkplatz bis hinter Campatsch.

Die Ereignisse der folgenden zwei Tage lassen sich in einem Wort zusammenfassen: Regen! Einige Orte haben ich in den Regenpausen noch aufgesucht und dabei echt schöne Bergwiesen gefunden, die bei besserem Licht sicher ein super Foto abgeben würden. Immerhin kenn ich für folgende Besuche der Gegend 2-3 Orte mehr, die sich für einen Sonnenaufgang eigenen würden.  Die zeigenswerten Fotos dieser Tage und einige weitere von der Seiser Alm sind unten zusammengefasst dargestellt.

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